Berichte von internationalen Begegnungen mit Tel Aviv

Deutsch-Israelischer Jugendkongress - German-Israeli Youth Congress

Dieses Jahr feiern Israel und Deutschland ihr 50jähriges Jubiläum der diplomatischen Beziehungen miteinander und gleichzeitig 60jähriges Jubiläum des deutsch-israelischen Jugendaustauschs. Weil das natürlich ein toller Anlass zum Feiern ist, veranstalteten das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, ConAct – Koordinierungszentrum für Deutsch Israelischen Jugendaustausch und die Israel Youth Exchange Authority einen Deutsch-Israelischen Jugendkongress in Berlin.

Der Kongress fand vom 8. bis 12. Mai statt und war gefüllt mit vielen verschiedenen Workshops, spannenden Podiumsdiskussionen und interessanten Führungen an unterschiedlichen Orten in Berlin. Am letzten Tag konnten alle sogar richtig kreativ werden und in Theater-, Tanz-, Grafitti-, Schreibworkshops und Vielem mehr ihr künstlerisches Können zeigen. Eingeladen waren über 300 Jugendliche aus beiden Ländern, die bereits Erfahrungen mit deutsch-israelischem Jugendaustausch hatten. Die Jugendlichen konnten sich über drei große Themenbereiche, die bei israelisch-deutschen Jugendbegegnungen eine Rolle spielen, austauschen. Die Themen bezogen sich auf Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft von deutsch-israelischen Beziehungen:

Creating and Forming Society – What are we contributing for shaping multicultural and tolerant societies in Germany and Israel?

Understanding Diverse Life Realities – How are we dealing with comparable and differing life realities in Israel and Germany?

Living With History – How are we coping with the shared history which connects us – today?

Zum Abschluss des Kongress, als die Jugendlichen gemeinsam ihre Arbeitsergebnisse präsentierten, kam auch noch „hoher Besuch“. Die Präsidenten beider Länder und die Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend kamen und konnten sich anschauen, was die Jugendlichen beim Kongress erarbeitet hatten. Sie waren begeistert von den Präsentationen und lobten die Jugendlichen für ihr Engagement!

Der Kongress war für alle Jugendlichen eine tolle Möglichkeit, sich mit deutsch-israelischen Beziehungen und Jugendbegegnungen auseinander zu setzen und neue Menschen und Themen kennen zu lernen. Sie freuten sich sehr darüber, Bekannte aus vergangenen Austausch-Programmen wieder zu treffen und nutzten die Gelegenheit um Kontakte für die Zukunft zu knüpfen oder zu erneuern!

 

Internationaler Jugendaustausch
"Begegnung von jungen Menschen mit geistiger Behinderung",
Sommer/ Herbst 2014

Vom 14. bis zum 19. September 2014 fand eine internationale Begegnung von Jugendlichen mit geistiger Behinderung aus der Mosaikschule Frankfurt a.M. und einer Schule in Tel Aviv (Israel) statt.


Das Programm war sehr vielfältig. Die Jugendlichen aus Tel Aviv erkundeten nach ihrer Ankunft zuerst einen Tag lang Bad Homburg, dann fand das erste Treffen in der Mosaikschule statt. Die Gruppe machte gemeinsam Frankfurt unsicher, besichtigte den Kaisersaal im Römer und machten eine Bootstour auf dem Main. Außerdem wurde mit Solar-Draisinen das Frankfurter Umland kennengelernt und alle genossen den schönen sonnigen Tag. Ein tolles Erlebnis für alle Jugendlichen war auch der Grafitti-Workshop und beim Disco-Abend in der Mosaikschule konnte zum Schluss noch richtig gefeiert werden. Dann war die gemeinsame Zeit leider auch schon wieder vorbei und die Schüler mussten sich erstmal verabschieden.

Die Rückbegegnung in Tel Aviv, auf die sich alle schon sehr freuen, findet im November statt.

 

 

Internationaler Jugendaustausch
"Young Ambassadors",
Herbst 2009/Frühjahr 2010

Im Herbst 2009 waren 10 Jugendliche im Alter von 16 bis 18 Jahren aus Tel Aviv/Israel eine Woche zu Gast in Frankfurt. Die Botschafter aus Israel hielten Vorträge zu der Geschichte und Multikulturalität ihrer Heimat in Frankfurter Schulen, besuchten Jugend- und Kultureinrichtungen und lernten die Stadt kennen. Das Programm dazu haben die Frankfurter gastgebenden Jugendlichen gemeinsam mit dem Mafalda, Café Müller und dem Jugendbildungswerk gestaltet. Der Abschied fiel nach einer intensiven gemeinsamen Woche sehr schwer und konnte nur durch das Wissen des Wiedersehens im Frühjahr 2010 erleichtert werden. Auch eine gemeinsame Facebook-Seite erleichterte die Zeit zu überbrücken. (Siehe auch unter: Presse, Der lange Weg zum Frieden (FAZ, 05.11.2009)

Die Rückbegegnung fand im Frühjahr 2010 in Tel Aviv statt. Die 12 Frankfurter Jugendlichen bereiteten sich ebenfalls auf ihre Botschaften vor. Die Themen wurden lange und intensiv gemeinsam diskutiert und jeder Vortrag in englisch übersetzt. Die Frankfurter Botschaften wurden vor MitarbeiterInnen der Stadt Tel Aviv und in Schulen gehalten. Thematisch ging es u. a. um "Frankfurt und sein Integrationskonzept", "Handkäs´ und Kultur", "Nightlife", "Der Kampf gegen Rassismus und Nazismus", sowie "Der Fall der Berliner Mauer".  Anders als in Frankfurt, waren die Jugendlichen in den Tel Avivern Familien untergebracht. Während der ersten zwei Tage standen wegen des Pessach-Festes Familien- und Freizeitaktivitäten im Mittelpunkt. Die Eindrücke dieser Begegnungen waren für alle Jugendlichen einzigartig! (Siehe auch unter: Presse, Soviele Unterschiede gibt´s garnicht)

Aus der Begegnung heraus entwickelte sich bei den Frankfurter  Jugendlichen eine Patenschaft für den "Stolperstein" des 16 jährigen Jugendlichen Hermann Zuntz, in der Jahnstrasse 3.


Internationaler Jugendaustausch mit praktisch bildbaren Jugendlichen, "Mosaikschule/Enoch School", Frühjahr 2010/Herbst 2010

Gemeinsam erlebten im Frühjahr 2010 12 Jugendliche im Alter von 16 bis 18 Jahren, aus Tel Aviv und Frankfurt zusammen eine Woche. Auf dem Programm standen gemeinsame Aktivitäten wie zum Beispiel die Lochmühle, die Titustherme und ein Tanz-Workshop im Hangar des "Alten Flugplatzes" in Bonames. Die Mosaikschule wurde eine Woche lang der Treffpunkt der Begegnung. Dort fand für alle Interessierten eine Disco statt, die großen Zuspruch fand. Bei dem Abschiedsfest, zu dem auch die Eltern und Freunde geladen waren, gab es zu Kaffee und Kuchen und die "Trommel-Präsentation". Die Jugendlichen trommelten während der Woche mehrere Stunden gemeinsam in einen Trommel-Workshop. Auf die Rückbegegnung waren die Jugendlichen voller großer Vorfreude und sehr darauf gespannt, gemeinsam nach Tel Aviv zu reisen und zu sehen, wo die Gäste her kommen und leben....

Oktober 2010... Die Rückbegegnung begann für die Frankfurter Gruppe mit einem schönen Flug nach Israel und einer herzlichen Begrüßung der israelischen Gruppe in Tel Aviv. Das Hotel in direkter Meeresnähe wurde mit großer Freude bezogen. Die beiden Gruppen haben in der Woche viel in Tel Aviv-Yafo und auch in Israel unternommen. Auf dem Programm stand z.B. ein gemeinsamer Trommelworkshop, die selbstorganisierte Disco in der "Enoch School" neben dem Besuch im Museum und der Oper Tel Aviv. Es wurde zusammen Bowling gespielt, gekocht und Kochlöffel bemalt. Jerusalem stand auch auf dem Program, genauso wie der Besuch in einem Kibbuz und den Beduinen. Die Woche verging schnell und so gab es zum Schluß ein Barbecue mit den Eltern, bei dem gemeinsam die Woche Revue passieren konnte. Alle waren erfüllt von dieser gemeinsamen Woche und die Verabschiedung am Tel Aviver Flughafen war für die Beteiligten mit einem lachenden und einem weinenden Auge!

 

Internationaler Jugendaustausch "Beats of the Cities", Sommerferien 2010 in Frankfurt (Rückbegegnung Winterferien 2011 in Tel Aviv)

18 Jugendliche im Alter von 15 bis 17 Jahren haben in einer Woche lang die Rhythmen der Stadt mit der Videokamera eingefangen. In drei israelisch-deutsch gemischten Gruppen zogen sie los - nach dem Motto "Beats of the Cities" -filmten, schnitten und unterlegten die Filme anschließend mit Musik im Gallus Zentrum. Abends zeigten die Frankfurter den Gästen Ihre Stadt. Neben einer "Stolpersteinführung" durch die Innenstadt, dem Besuch eines typischen Frankfurter Lokals und dem Festival "Stoffel" im Günthersburgpark, stand auch eine Disco im Gallus Zentrum mit DJ Ilya, auf dem Programm. Zu den Gästen an diesem Abend kamen Freunde und eine weitere Gruppe aus Tel Aviv (Beit Frankfurt), die gerade zu Gast in Frankfurt war und Ihre Tänze an zwei Tagen im Nord-West-Zentrum präsentierte. Die fertigen Filme wurden dann am letzten Abend den Freunden und der Familie gezeigt. Zu sehen waren drei sehr kreative Filme, die den Spaß der Jugendlichen und die intensive Arbeit der Woche wieder geben und einen interessanten Blick auf Frankfurt zeigen. Der Abschied am Frankfurter Flughafen viel der Gruppe sehr schwer. Bis zu den Winterferien 2011 müssen sie noch warten - dann wird wieder nach dem Motto "Beats of the Cities" weiter gefilmt - diesmal in Tel Aviv!!! (Siehe auch unter: Presse, Wie Israelis Frankfurt sehen, FNP 09.08.2010)

Rückbegegnung 02.-09. Januar 2011...Die Rückbegegnung begann in Frankfurt am Main am Flughafen mit winterlichem Wetter. In Tel Aviv wurde die Frankfurter Gruppe von der Sonne, der Wärme und einer freudigen Tel Aviver Gruppe erwartet. Das Programm, wie in Frankfurt auch, hatte den Schwerpunkt "Beats of the Cities". So zogen die Klein-Gruppen los und und fingen die Rhythmen der Stadt Tel Aviv-Yafo ein. Geschlafen haben die Jugendlichen bei den gastgebenden Jugendlichen, so dass die alle zusammen viel Zeit miteinander verbringen konnten - was sie sehr genossen haben! Einen Tag verbrachte die Gruppe in Jerusalem, besuchte gemeinsam Yad Vashem und die Altstadt. Bei einer abschließenden Präsentation wurden alle sechs Film-Werke gezeigt, die einen guten Eindruck der gemeinsamen Tage in Frankfurt und Tel Aviv vermittelten. Gerne hätten ALLE noch etwas Zeit zusammen verbracht und der Abschied am Flughafen fiel nicht leicht.