Die Preisträger:innen
Platzierungen in der Alterskategorie 12-15
1. Platz - Cajus Aden
Die Amtsleiterin des Jugend- und Sozialamtes der Stadt Frankfurt am Main, Nanine Delmas, übergibt den 1. Preis.
Fotos: Anika Schulte
Cajus Aden, 13
Ohne Titel
Jurybegründung
Auf dem ersten Platz ist Cajus Aden. Mit seiner fantastischen Colorierung schuf er ein Bild, welches man definitiv nicht vergisst. Es passt perfekt zum Thema und zeigt die schlechte, gute und auch kulturelle Seite Frankfurts. Das Bild war so qualitativ gemacht, dass wir erst kurz vor knapp erkannten, dass es traditionell, und nicht digital, gezeichnet war.
Viivi Luca Jung, 2025
2. Platz - Varvara Melikhova
Varvara Melikhova, 14
Nächster Halt: Vielfalt
Jurybegründung
Liebe Varvara, deine digitale Zeichnung „Nächster Halt: Vielfalt“ hat uns mit viel Witz und den Anspielungen auf allerlei bekanntem aus dem Internet, wie crumpy cat oder kawaii Alien überzeugt! In kaum einer anderen Stadt treffen so viele verschiedene Welten aufeinander wie in Frankfurt. Die meisten Menschen sind in ihren eigenen Blasen unterwegs, was durch Social Media noch verstärkt wird. Fährt man mit den Öffentlichen in Frankfurt treffen sich diese Kontraste auf engsten Raum. Du hast es mit deinem Bild geschafft, uns diese oft verrückte Vielfalt auf eine humorvolle und zugleich kritische Art fühlbar zu machen. Danke!
Jana Schlegel, 2025
3. Platz - Amelie Guzi Jia
Amelie Guzi Jia, 14
Mein Doodle über Frankfurt
Jurybegründung
Den dritten Platz belegt Amelie Guzi Jia mit ihrem humorvollen und detailreichen Doodle „Mein Doodle über Frankfurt“. Ihr Werk überzeugt durch eine originelle Mischung aus urbaner Realität, jugendlicher Kreativität und lokaler Symbolik.
Mit viel Witz und einem scharfen Blick für das Lebensgefühl der Stadt stellt Amelie den Hammermann mit Fake-Gucci-Cap und Silverchain vor dem Hauptbahnhof dar – umgeben von „Talahons“, grüner Soße (alias Gras) und einem lebendigen Mix aus Skyline und Mainufer. Die Verbindung aus kulturellen Referenzen, Streetstyle und typischen Frankfurt-Motiven schafft ein authentisches und gleichzeitig augenzwinkerndes Porträt der Stadt.
Die Jury würdigte insbesondere Amelies Mut zur Eigeninterpretation, ihren frischen Stil und das kreative Spiel mit Klischees und Realität. Ein starkes, junges Statement – verdienter dritter Platz!
Philipp Alexander Schäfer, 2025
Sonderpreis - Minh Huy Henry Ngyuen
In Vertretung
Minh Huy Henry Nguyen, 14
Ohne Titel
Jurybegründung
Minh Huy hat die Skyline von Frankfurt auf die entzückendste, idiosynkratischste, auf die eigenste, individuellste Art und Weise gezeichnet. Aus über 280 Einreichnungen, wovon gefühlt 500 die Frankfurter Skyline aufweisen, hat Minh Huy (oder Henry) die originellste, zukunfsträchtigste, utopischste, verspielteste, kreativste Vision zu Papier gebracht – ohne Korrekturen im Strich, ohne Verkrampfung, ohne Zögern, ohne Angst. Sondern locker, fröhlich und fresh. All dies ist er bestimmt auch in real life.
Il-Jin Atem Choi, 2025
Platzierungen in der Alterskategorie 16-21
1. Platz - Mara Klemp
Mara Klemp, 19
Overthinking Abstrakt
Jurybegründung
Der erste Platz geht an Mara Klemp, deren Werk die Jury sowohl künstlerisch als auch inhaltlich tief beeindruckt hat. Ihr Doodle bringt auf ausdrucksstarke Weise das Gefühl von Überforderung im urbanen Alltag zum Ausdruck – ein Thema, das viele Menschen mit der Großstadt verbinden. Die türkisen Buchstaben („Anxiety“) und die pinken Elemente („Worry“) fügen sich zu einem vielschichtigen, visuell chaotischen Gesamtbild, das innere Unruhe und Stress auf eindringliche Weise sichtbar macht.
Besonders überzeugte die Jury, wie Mara es schafft, komplexe Emotionen mit einer scheinbar verspielten, dabei jedoch hoch durchdachten Bildsprache zu transportieren. Die Kombination aus gestalterischer Qualität, emotionaler Tiefe und einer klugen Werkbeschreibung machen ihren Beitrag zu einem herausragenden Siegerbild.
Philipp Alexander Schäfer, 2025
2. Platz - Shaila Sheffer
Shaila Shefer, 17
Frankfurter Flex
Jurybegründung
Die Experimente am FLEX erforschen menschliches Verhalten in wirtschaflichen Zusammenhängen. Frankfurt Laboratory for
Experimental Economic Research. Nein Spass, das Wort „fexen“ kommt aus dem Englischen „to fex“, was „biegen“ bedeutet. In der deutschen Jugendsprache übersetzt man es aber besser mit „angeben“ oder „prahlen“. Shaila hat eine Karikatur gezeichnet. Einen gen-Z Proll. Jemand, der sich die Buchstaben FRANKFURT auf die Brust tätowieren
lässt. Jemand, der oben ohne rummrennt und gleichzeitig eine Wollmütze aufhat. Jemand, der Nachts immer eine Sonnenbrille trägt. Jemand, der zum Spaß eine Lederhose trägt. Jemand, der vorm Spiegel flexed. Und all dies ist ok. Auch Flexer sind net und attraktiv. Vielen Dank Shaila dafür, dass du dich für die Flexer einsetzt – mit Humor und zeichnerischen Skills.
Il-Jin Atem Choi, 2025
3. Platz -Jesper Bohnke
Jesper Bohnke, 21
Frankfurt flackert
Jurybegründung
Den dritten Platz machte Jesper Bohnke, mit seinem Bild "Frankfurt flackert". Seine Liebe zum Detail ermöglichte es ihm wahrlich die vielen Facetten Frankfurts einzufangen. Man könnte das Bild stundenlang anschauen und selbst wenn man Frankfurt nicht kennt, dann würde man es nach Betrachtung dieses Bildes kennen. Besonders die Diversität hat uns begeistert und wie gut alles miteinander einklingt.
Viivi Luca Jung, 2025
Sonderpreis - Isabel Jacke
In Vertretung
Isabel Jacke, 17
Schulweg
Jurybegründung
Liebe Isabel, mit deinem Bild zeigst du uns Erlebnisse, die du auf deinem Schulweg hattest. Fassungslos und fragend schaust du durch deine Brille auf die Verrücktheiten dieser Stadt. Kreativität und Wahnsinn liegen eben oft nah beieinander. Mit klaren Stil und stimmigen Farben sind deine Bilder ein Ventil, um die Wiedersprüche und Abgründe dieser Stadt zu verarbeiten. Danke!
Jana Schlegel, 2025